6. Oktober 2011 um 20:30 Uhr

Mara Monzän stellte ihren Debütroman "Bevor der erste Schnee fällt" vor. Musikalisches Begleitprogramm: IneZ (Tender Leech)

Geld ist ein unzuverlässiges Medium. Es bleibt nicht lange, ist immer unterwegs, längst schon wieder weg, kaum dass man es in den Händen gehalten hat, um sich flugs dort niederzulassen, wo es am wenigsten gebraucht wird. Und doch sind es die Menschen, in all ihrer Unterschiedlichkeit, die es auf diese Reise schicken. So auch in diesem Roman: 
 
Kathrin Burns forscht (in Frankfurt) über die Kunstvorlieben des menschlichen Gehirns, der Aussteiger Steve zieht mit einer stets gut gefüllten Whiskyflasche durch die Berge von Wales, Bud Stilt bekommt rote Flecken im Gesicht, wenn er sich aufregt, Frank Deville kämpft mit seiner Vergangenheit und der  Stadtschreiber von Barwyth ist vom trüben Wetter deprimiert. 

Während Wales in Regen und Schnee versinkt, stolpert Steve über einen prall mit Geld gefüllten Koffer. Dass er diesen gerne behalten möchte, versteht sich von selbst; dass der Eigentümer etwas dagegen hat, allerdings auch. Neben dem kriminalistischen Handlungsrahmen um Herkunft und Verbleib des Geldkoffers knüpft die Autorin in einem amüsanten Ton einen bunten Teppich inspirierender Episoden aus dem Leben der Menschen, deren Wege sich durch den Kontakt mit dem Geldkoffer kreuzen.

Roeschen-Verlag 2011, 254 Seiten, Euro 10,90 (ISBN 978-3-940908-10-0)




Der Verleger und Autor Frank Demant (Röschen-Verlag) las aus seinem neuesten Frankfurt-Krimi "Kunstraub im Städel".

Während eines trägen und heißen Sommers detoniert am Museumsufer eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Ursache hierfür ist aber nicht ein in die Jahre gekommener Säurezünder, sondern zwei dreiste Gauner, welche sich per Tunnelbau Zugang zum Städel verschafften, um sich völlig unrechtmäßig drei wertvolle Gemälde anzueignen.
Und ebenso überraschend wird der Sachsenhäuser Privatdetektiv Simon Schweitzer vom allseits bekannten Marlon Smid aus seiner Hängematte gescheucht, auf dass er diesem Profischnüffler bei der Wiederbeschaffung der für die Frankfurter Kulturszene so eminent wichtigen Exponate behilflich sein möge.
Es läuft zwar nicht alles nach Plan, doch keiner merkt es. Bis heute nicht.

Röschen-Verlag 2011, 161 Seiten, Euro 9,60 (ISBN:978-3-940908-09-4)

 

Eintritt: 5,- Euro (VVK bis 5. Oktober 4,- Euro)

Impressionen vom Lesungsabend

 

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