Donnerstag, 6.Oktober 2016, 20 Uhr
Eintritt € 8,-- (bis 5.10.2016 Vorverkauf € 6,--)

 

Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut e.V.

 

 

 

Keine friedfertige Frau
Margarete Mitscherlich-Nielsen, die Psychoanalyse und der Feminismus
Buchvorstellung mit den beiden Herausgeberinnen Christiane Schrader und Ingrid Moeslein-Teising

 

 

Mit ihrem Buch “Die Unfähigkeit zu trauern” trugen Margarete Mitscherlich-Nielsen und Alexander Mitscherlich wesentlich zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus im Nachkriegsdeutschland bei. Sie halfen, die Psychoanalyse in Deutschland wieder zu etablieren, sie einerseits für gesellschaftliche und politische Themen zu öffnen und sie andererseits für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Margarete Mitscherlich-Nielsen bezeichnete sich selbst als Feministin und machte sich um die Weiterentwicklung der psychoanalytischen Theorie der Weiblichkeit verdient. Sie engagierte sich leidenschaftlich für die Vermittlung der Psychoanalyse in der Öffentlichkeit, die Untersuchung der sozialpsychologischen Bedingungen der NS-Verbrechen und deren langfristige Nachwirkungen sowie für die Rolle der Frau. Bis zu ihrem Lebensende bewahrte sie sich eine imponierende intellektuelle Wachheit. Die Autorinnen und Autoren reflektieren Aspekte ihres Lebens für Psychoanalyse und Feminismus in der Gesellschaft, eröffnen so einen spannenden Rückblick und verdeutlichen die bleibende Aktualität vieler ihrer Thesen.

Das Buch enthält Beiträge von Werner Bohleber, Karola Brede, Katharina Liebsch, Margarete Mitscherlich, Ingrid Moeslein-Teising, Maya Nadig, Gertraud Schlesinger-Kipp, Christiane Schrader, Almuth Sellschopp, Dorothee Stoupel und Mechthild Zeul.

 

Erschienen im Psychosozial-Verlag, 2014. 167 Seiten, € 19,90

 

 

Unsere letzte Lesung

Do, den 22.Sept. 20:Uhr

 Alexandra Huck las aus:

Marielas Traum

„Eher fließt das Wasser flussaufwärts, als dass ein Vertriebener in Kolumbien sein Land zurückbekommt - oder dass ein General für seine Verbrechen ins Gefängnis geht“, sagt der alte Eugenio, Marielas Vater.
 

"Marielas Traum“ spielt in Kolumbien und ist eine Geschichte um Landraub sowie den Kampf um Rückkehr und Gerechtigkeit. Es ist ein Politthriller, eine fiktive Geschichte, die doch so passiert sein könnte. 

 

Mariela und die Dorfbewohner werden brutal von Paramilitärs vertrieben. Oberst Montenegro und sein Verbündeter Héctor setzen alles daran, dass die Dorfbewohner niemals auf ihr Land zurückkehren. Doch Mariela und die ihren sind nicht allein.  Mariela und die Menschen aus ihrem Dorf versuchen, das Unmögliche zu erreichen. Entschlossen nehmen sie den Kampf um ihr Land auf. Der erfahrene Anwalt Felipe hilft ihnen, ihr Recht einzuklagen. Felipe will die Verantwortlichen für Mord und Vertreibung vor Gericht bringen - und fordert damit mächtige Interessen heraus. Wie gefährlich das ist, lernt schnell auch die junge Deutsche Beata. Sie war eigentlich nur für ein Praktikum zu Felipe und seinen Kollegen nach Kolumbien gekommen. Beata wird klar, dass die Plantagen, die auf dem geraubten Land angelegt werden, auch für den europäischen Markt produzieren werden.   

 

 

Marielas Traum von Alexandra Huck 

 

 

 

Mehr zum Inhalt: 

Mariela wächst an den Ufern des Chitandó auf, wo ihre Eltern im kolumbianischen Dschungel ein Stück Land urbar gemacht haben. Immer weiter dringen indes Paramilitärs in die Region vor. Sie haben auch Marielas Vettern Jhon und Alexis im Visier. Brutal vertreiben die bewaffneten Männer die Menschen aus Marielas Dorf. Und Oberst Montenegro und sein Verbündeter Héctor setzen alles daran, dass die Dorfbewohner niemals an den Chitandó zurückkehren. 

Doch Mariela und die Ihren sind nicht allein. Der erfahrene Anwalt Felipe hilft ihnen, ihr Recht auf das Land am Chitandó einzuklagen. Felipe will die Verantwortlichen für Mord und Vertreibung vor Gericht bringen - und fordert damit mächtige Interessen heraus. Wie gefährlich das ist, lernt schnell auch die junge Deutsche Beata. Sie war  eigentlich nur für ein Praktikum bei Felipe und seinen Kollegen nach Kolumbien gekommen. Aber die Menschen vom Chitandó wachsen Beata ans Herz, und ihr wird klar, dass die Plantagen, die auf dem geraubten Land angelegt werden, auch für den europäischen Markt produzieren werden.   

Der Roman erzählt nicht nur die Geschichte von Marielas persönlichem Kampf für Gerechtigkeit sondern auch davon, wie Menschen inmitten des Krieges in Kolumbien die Hoffnung aufrecht erhalten. Weltweit wird Land eine immer knapper werdende Ressource und viele Kleinbäuer_innen sind von der Gier nach ihrem Land, dem „Landgrabbing“ betroffen und in ihrer Existenz bedroht.     

 

Alexandra Huck

Die Autorin: 

Alexandra Huck wurde 1969 in Albstadt-Pfeffingen geboren. Sie hat in Albstadt-Ebingen das Gymnasium besucht und dann in Heidelberg Politikwissenschaft, Roma­nistik und Volkswirtschaftslehre studiert. In Ko­lumbien war sie 1999 zum ersten Mal und ist seither vielfach dorthin gereist, u.a. zu Recherchen für "Marielas Traum".

Blättern Sie doch mal in unserem Archiv der bisherigen Lesungen

 

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